Das Cape Epic beginnt nicht erst an der Startlinie. Für Lasse Reuss und Fadri Barandun begann dieses Projekt schon Monate davor – mit der Bewerbung, der Planung und einem Winter voller Vorbereitung auf eines der härtesten Etappenrennen im Mountainbike Sport.
Denn das Cape Epic ist nicht einfach ein Mountainbike Etappenrennen. Es ist eine Ausnahmesituation. Sportlich, organisatorisch und mental. Wer dort bestehen will, braucht nicht nur Form, sondern auch ein Umfeld, das mitträgt — und einen Teampartner, auf den man sich in jedem Moment verlassen kann.
Ein Ziel, das früh feststeht
Schon im Oktober musste klar sein, dass alles zusammenpasst. Bewerbung, Partner, Sponsoren, Planung — beim Cape Epic beginnt der Druck deutlich früher als bei vielen anderen Rennen. Und genau das macht den Charakter dieses Events aus: Es ist kein spontaner Renneinsatz, sondern ein Vorhaben, auf das über Monate hingearbeitet wird.
Für Lasse war schnell klar, dass dieses Rennen ein besonderer Meilenstein sein soll. Nach einem erfolgreichen Jahr auf der Straße wollte er zurück aufs Mountainbike — und dorthin, wo die Herausforderung maximal ist. Gemeinsam mit Fadri Barandun entstand daraus die Idee, das Cape Epic als Zweierteam in Angriff zu nehmen.
Dazu kam eine weitere Besonderheit: Für Stop&Go war es die Premiere, überhaupt ein Team bei einem Event dieser Größenordnung an den Start zu bringen. Gleichzeitig ist das Cape Epic auch wirtschaftlich ein enormes Projekt. In Summe sprechen wir von rund 15.000 Euro für das Team. Umso größer war die Dankbarkeit, eine solche Möglichkeit zu bekommen und umso wichtiger das Vertrauen, das ihnen von ihrem Umfeld und dem gesamten Team entgegengebracht wurde.
„Das Cape Epic ist die Tour de France des Mountainbikens.“
Acht Tage, die alles abverlangen
Was dieses Rennen so besonders macht, ist nicht nur die Härte einzelner Etappen, sondern die Konsequenz, mit der es Tag für Tag weitergeht. Acht Tage hintereinander. Keine kurze Verschnaufpause, kein echter Ruhetag, kein Nachlassen. Stattdessen lange Distanzen, viele Höhenmeter, Hitze, Staub, Regen, frühe Starts und die tägliche Aufgabe, den Körper wieder rechtzeitig bereit zu bekommen.
Am Ende stehen Zahlen, die genau das unterstreichen: rund 720 Kilometer und etwa 17.000 Höhenmeter. Eine Belastung, die über die gesamte Woche hinweg nicht nur körperlich, sondern auch mental alles fordert.
Gerade darin liegt der Unterschied zu vielen anderen Rennen: Es geht nicht darum, einmal stark zu sein. Es geht darum, über eine ganze Woche hinweg stabil zu bleiben. Gesund zu bleiben. Fehler zu vermeiden. Und auch dann als Team zu funktionieren, wenn die Reserven längst kleiner werden.
Cape Epic heißt: gemeinsam fahren, gemeinsam leiden
Wer zu zweit fährt, wird anders geprüft. Nicht das eigene Ergebnis zählt, sondern das gemeinsame. Gute Beine allein bringen nichts, wenn der Partner einen schlechten Tag hat. Man muss mitdenken, reagieren, zurücknehmen, pushen — und immer wieder die richtige Balance finden.
Genau das machte das Projekt für Lasse und Fadri so besonders. Beide kommen aus dem Marathonbereich, beide kennen die Härte langer Rennen. Aber beim Cape Epic verschiebt sich der Fokus. Weg vom reinen Ich, hin zum Wir. Und genau darin liegt eine der größten Stärken dieses Rennens.

Cape Epic heißt: gemeinsam fahren, gemeinsam leiden
Wer zu zweit fährt, wird anders geprüft. Nicht das eigene Ergebnis zählt, sondern das gemeinsame. Gute Beine allein bringen nichts, wenn der Partner einen schlechten Tag hat. Man muss mitdenken, reagieren, zurücknehmen, pushen — und immer wieder die richtige Balance finden.
Genau das machte das Projekt für Lasse und Fadri so besonders. Beide kommen aus dem Marathonbereich, beide kennen die Härte langer Rennen. Aber beim Cape Epic verschiebt sich der Fokus. Weg vom reinen Ich, hin zum Wir. Und genau darin liegt eine der größten Stärken dieses Rennens.

Mehr als nur zwei Fahrer am Start
Hinter dem Projekt stand ein kleines Team, das mit viel Einsatz dafür sorgte, dass vor Ort alles lief. Mechanik, Physio, Orga, Content — viele Aufgaben, wenig Schlaf, volle Tage. Gerade bei einem Rennen wie dem Cape Epic zeigt sich, wie viel im Hintergrund passieren muss, damit vorne überhaupt Leistung möglich wird.
Was dabei besonders in Erinnerung blieb: die Selbstverständlichkeit, mit der alle mitgezogen haben. Keine große Inszenierung, sondern ehrlicher Einsatz. Genau diese Mischung aus Leidenschaft, Improvisation und Teamgeist machte das Ganze am Ende so besonders.
Gleichzeitig blieb vor allem ein Gefühl: große Dankbarkeit. Für die Chance, ein solches Projekt umsetzen zu dürfen. Für das Vertrauen, das von allen Seiten da war. Und für ein Team, das diesen Einsatz nicht nur mitgetragen, sondern überhaupt erst möglich gemacht hat.

Südafrika als Kulisse — und als Erfahrung
Das Rennen selbst war beeindruckend. Nicht nur wegen seiner Härte, sondern auch wegen der Kulisse. Gefahren wurde im Westkap Südafrikas — von Montagou über Greyton bis nach Stellenbosch. Eine Strecke, die sportlich fordert und landschaftlich gleichzeitig außergewöhnlich viel bietet.
Schotterwege und Singletrails mit echter Spaßgarantie wechselten sich mit ganz unterschiedlichen Eindrücken ab. Einzigartige Bergkulissen, Obstplantagen, Weingüter — und dazwischen Passagen, die alles abverlangten. Selbst eine 800 Meter lange Schiebepassage gehörte dazu. Genau diese Mischung machte die Strecke so besonders: fordernd, abwechslungsreich und auf eine eigene Art spektakulär.
Dazu kamen die frühen Starts, das besondere Licht, die Stimmung an der Strecke und die Begeisterung für den Sport. All das machte das Cape Epic zu etwas, das man in dieser Form kaum mit anderen Events vergleichen kann.
Gleichzeitig blieb auch das Land selbst hängen. Südafrika zeigte sich intensiv, widersprüchlich, herzlich und fordernd. Neben der Faszination für das Rennen standen auch viele Eindrücke abseits des Sports: große Gegensätze, andere Lebensrealitäten und Begegnungen, die Demut hinterlassen.
„Die Menschen dort haben uns mit einer Herzlichkeit empfangen, die man nicht vergisst.“
Gerade diese Mischung machte die Reise so prägend.
Ein Special Kit für ein besonderes Rennen
Zu einem Event wie dem Cape Epic gehört ein Auftritt, der der Bedeutung dieses Projekts gerecht wird. Gemeinsam mit CUORE entstand deshalb ein Special Kit, das für genau diesen Moment gemacht wurde — individuell, auffällig und mit einer klaren Verbindung zum Rennen.
Besonders entscheidend war dabei nicht nur die Optik, sondern die Performance unter echten Extrembedingungen. Hitze, Regen, nasse Kleidung, feiner Staub, lange Tage im Sattel — das Material wurde auf jede erdenkliche Weise gefordert. Umso wertvoller, wenn ein Kit nicht nur gut aussieht, sondern im Rennen genau das liefert, was man braucht: Komfort, Stabilität und Funktion, auch über viele Tage hinweg.
Dazu kam die Resonanz entlang der Strecke. Immer wieder wurde das Jersey wahrgenommen, kommentiert und wiedererkannt. Ein schöner Beweis dafür, dass ein besonderes Projekt auch visuell eine eigene Sprache haben darf.

Was am Ende bleibt
Das Cape Epic war für Lasse Reuss und Fadri Barandun weit mehr als ein Rennen. Es war ein gemeinsames Projekt, ein logistischer Kraftakt, eine sportliche Grenzerfahrung und eine intensive Reise, die lange nachwirkt.
Acht Tage auf dem Mountainbike. 720 Kilometer. 17.000 Höhenmeter. Zwei Fahrer, die als Team funktionieren mussten. Ein Umfeld, das alles mitgetragen hat. Und ein Special Kit, das dieses Kapitel sichtbar gemacht hat.
Manche Rennen bleiben im Gedächtnis wegen des Ergebnisses. Andere wegen dem, was man auf dem Weg dorthin erlebt hat. Das Cape Epic gehört sicher zur zweiten Kategorie.